29. Oktober 2020

Der zweite Akt des Lehrstücks

Unsere Aussprache mit dem Betreiber des Cafés Madlen in Zepernick

Am 17. März erschien an dieser Stelle ein Beitrag über den Rauswurf von AfD-Mitgliedern aus dem Café Madlen in Zepernick. Wie bis heute nachgelesen werden kann, wurde unseren Parteifreunden ein Kaffee verwehrt, den sie im Anschluss an einen Fototermin vor dem Rathaus im benachbarten Café Madlen trinken wollten. Der Vorfall sprach sich schnell herum, denn der Rauswurf und das ebenfalls erteilte Hausverbot bestürzten unsere Parteifreunde und Sympathisanten. Wir beschlossen, die Sache nicht stillschweigend hinzunehmen, sondern gingen damit an die Öffentlichkeit. Offensichtlich waren nicht nur wir, sondern auch viele Panketaler entrüstet, wie sie durch ihre Kommentare auf unserer Facebook-Seite bekundeten. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für die Solidarität der Panketaler!

Auch dem Betreiber des Cafés Madlen blieb die entstandene Aufregung nicht verborgen. Am Tag des Geschehens war er nicht vor Ort, sondern es war seine Bedienung, die den Rauswurf und das Hausverbot veranlasst hatte. Nun erklärte der Betreiber die Angelegenheit aber zur Chefsache und kontaktierte Marcel Donsch – unseren Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl. Dieser nahm sich umgehend der Sache an und es kam am 21. März zu einer Aussprache zwischen dem Café-Betreiber und drei Vertretern unseres Ortsverbandes. Der Betreiber entschuldigte sich zunächst für das Verhalten seiner Bedienung und für den Rauswurf aus dem Lokal. Diese Entschuldigung nehmen wir an!

Die Unterredung war damit aber noch nicht beendet, denn ganz so einfach sind die Dinge nicht gelagert. Der Café-Betreiber erklärte, dass die Ablehnung unserer Parteifreunde damit zusammenhängen würde, dass sich AfD-Mitglieder zu einem früheren Zeitpunkt in seinem Lokal unbeliebt gemacht hätten. Wie er behauptete, hätten sie während des Gastbetriebs eine Parteiveranstaltung abgehalten und wären darüber hinaus unfreundlich gegenüber der Bedienung aufgetreten. In der Folge hätte der Betreiber beschlossen, der AfD Panketal ein Hausverbot auszusprechen.

Diese Behauptungen besprachen wir umgehend mit unseren Parteifreunden. Es ist richtig, dass sich zwei Mal eine Gruppe von AfD-Mitgliedern im Café Madlen in Zepernick traf. Wie uns die dort anwesenden Parteifreunde versicherten, handelte es sich aber um normale Treffen, bei denen weder laute Reden geschwungen noch mit Handzeichen abgestimmt wurde. Ebenfalls verwehrten sich unsere Parteifreunde gegen den Vorwurf, dass sie die Bedienung „angepöbelt“ hätten. Sie berichteten lediglich, dass die Bedienung erst beim Bezahlvorgang des zweiten Treffens mitgeteilt hatte, dass man Parteizusammenkünfte dieser Art in Zukunft nicht mehr wünsche. Dies wurde unseren Parteifreunden gegenüber aber nicht als ein „generelles Hausverbot“ formuliert.

Wir wollen der Darstellung des Café-Betreibers an dieser Stelle Raum geben, müssen aber auch erwidern, dass wir seine Sicht nicht teilen können. Unsere Parteifreunde wollten am vergangenen Wochenende als Privatpersonen einen Kaffee trinken. Dies wurde ihnen verwehrt – da sich AfD-Mitglieder zuvor „daneben“ benommen hätten. Diese Behauptung konnte inzwischen widerlegt werden und scheint eher eine Schutzbehauptung zu sein, um den jetzigen Rauswurf und das erteilte Hausverbot im Nachhinein zu rechtfertigen.

Wenn sich AfD-Mitglieder zuvor tatsächlich so daneben benommen haben, wieso wurde ihnen dann nicht direkt ein Hausverbot erteilt bzw. wieso wurde ihnen nicht sofort gesagt, dass man diese Art von Zusammenkunft im Café Madlen nicht wünsche? Wieso wird stattdessen Monate später einigen Parteifreunden, die mit den früheren Besuchen in keinerlei Zusammenhang stehen, ein Kaffee verwehrt? Ist dies jetzt „Sippenhaft“?

Der Café-Betreiber versicherte uns, dass seine Ablehnung nicht speziell die AfD beträfe, sondern dass er generell keine Parteien in den Räumen seines Lokals wünsche. Dies lässt sich leicht sagen, aber nur schwer überprüfen. Für uns liegt die Vermutung nah, dass er eben doch ein Problem mit unserer Partei hat und allerlei Dinge konstruiert, um unsere Mitglieder „draußen“ zu halten. So ist es auch durchaus widersprüchlich, dass sich der Café-Betreiber zwar einerseits für seine Bedienung entschuldigte, aber andererseits an dem Hausverbot für AfD-Mitglieder festhielt, sofern diese im Anschluss an eine Parteiveranstaltung das Café betreten. Dieses Verbot gelte aber – angeblich – auch für Mitglieder aller anderen Parteien.

Uns ist das zu kompliziert! Wir wollen unsere Café-Besuche nicht davon abhängig machen, ob wir gerade von einer Parteiveranstaltung kommen oder nicht. Wir fühlen uns nach wie vor diskriminiert, wenn wir aus einem Lokal geworfen werden, auch wenn der Wirt dies im Nachhinein zu begründen versucht.  Von einem Hausverbot wussten wir nichts. Wir wollten folglich nicht provozieren, sondern einfach nur einen Kaffee trinken. Für uns ist die Quintessenz, dass der Betreiber des Cafés uns nicht in seinen Räumen haben will und wir können nur sagen, dass wir uns dort ohnehin nicht mehr wohlfühlen würden.

Wir danken Ihnen für Ihre erneute Aufmerksamkeit!

Ihre AfD Panketal

https://panketal-afd.de